Albertsons zeigt, wie Instore-Werbung messbar wird: Kontrollmärkte mit über 60 Vergleichsfaktoren
Die US-Supermarktkette baut ihr Screen-Netz 2026 auf 800 Märkte aus – und hat ein eigenes Verfahren, um den Abverkaufseffekt nachzuweisen.
Die US-Supermarktkette Albertsons hat im Sommer 2025 mit dem Digital-Signage-Anbieter Stratacache ein Instore-Screen-Netz in 80 Märkten pilotiert. Für 2026 ist der Ausbau auf 800 der mehr als 2.200 Märkte geplant, zuerst in den umsatzstärksten Standorten. Seit dem Start im Juni 2025 haben laut Digiday mehr als 50 Werbepartner gebucht.
Das Messverfahren
Im Januar 2026 stellte Albertsons ein eigenes Verfahren zur Inkrementalitätsmessung vor: Es vergleicht den Abverkauf in Märkten mit Kampagne mit dem in Kontrollmärkten ohne Kampagne. Die Kontrollmärkte werden nach Format, Einkaufsverhalten und – so der Bericht – mehr als 60 weiteren Faktoren ausgewählt. Kontakte erfasst Albertsons mit der Sensortechnik Walkbase von Stratacache. Als Beispiel nennt der Bericht eine Mondelēz-Kampagne, die einen Umsatzzuwachs von 14 Prozent gebracht haben soll.
Was Flächenbetreiber daraus lernen können
- Mit den besten Standorten beginnen: Albertsons rollt zuerst dort aus, wo Frequenz und Umsatz am höchsten sind – so entstehen schnell belastbare Ergebnisse.
- Messmethode offenlegen: Ein dokumentiertes Verfahren mit Test- und Kontrollmärkten ist für Marken überzeugender als jede Reichweitenangabe.
- Instore nicht isoliert verkaufen: Albertsons bündelt Screens mit Connected TV, Offsite-Display und Social Video. Marken buchen Kampagnen, keine Bildschirme.
Der deutsche Digitalverband BVDW empfiehlt ein ähnliches Vorgehen mit Test- und Kontrollgruppen. Mehr dazu im Ratgeber-Schritt Wirkung messen.